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Spürnasen im Einsatz: Krimiwanderungen mit Hunden

07.05.2018 20:00

Eine neue Freizeitbeschäftigung erobert Hundeschulen, Gassitreffs und Tourismusveranstalter: Krimiwanderungen mit Hunden! Nach dem Prinzip einer Schnitzeljagd begibt sich die Mensch-Hund-Gruppe auf eine etwa 4-6 km lange Rundwanderung, auf der es unterwegs einen fiktiven Kriminalfall zu lösen gilt. Dazu müssen ausgelegte Karten mit Hinweisen zu Verdächtigen, Alibis, Zeugenaussagen etc. gefunden werden, die rechts und links des Weges zusammen mit anderen Beweismitteln versteckt sind und die am Ende zur Auflösung des Falls führen. Der Clou dabei: Die Hunde finden Wegverlauf und Hinweise anhand einer vorab vom Wanderführer respektive „Ermittlungsleiter“ gezogenen Duftspur aus Leberwurstwasser – die Hundenasen sind also zur Lösung des Falls wirklich unerlässlich!

Im Kynos Verlag ist im Herbst 2017 die Aktivbox „Krimiwanderungen mit Hunden“ der Autorin Eva Pretscher erschienen, die dem Wanderführer die gesamte Vorbereitungsarbeit abnimmt. Sie enthält neben einem über 200 Seiten starken Buch, in dem zehn unterhaltsame Fälle zum „Nachwandern“ mit detaillierter Aufbauanleitung für Tatort und Suchstationen unterwegs vorgestellt werden, 243 wetterfeste Kunststoffkarten zum Verstecken im Freien und eine Sprühschablone zum Anbringen von Wegmarkierungen als zusätzliche Sicherheit für diejenigen, die der Nase ihres Hundes noch nicht so ganz vertrauen.

Die Idee der Krimiwanderungen, so Erzieherin, Sozialpädagogin und Hundetrainerin Eva Pretscher, war nicht nur, Hunden und Menschen eine witzige Freizeitbeschäftigung zu bieten, sondern auch, künftigen und bestehenden Hundeschul-Kunden ein niedrigschwelliges Angebot zu machen, das Lust auf mehr macht. Und ganz nebenher und unverkrampft, da ohne den Erwartungsdruck einer Trainingssituation, ist eine Krimiwanderung bei guter Aufsicht durch den Trainer auch noch ein „Social Walk“, der die Verträglichkeit mit anderen Hunden fördert. Tatsächlich sind die Hunde erfahrungsgemäß unterwegs so sehr mit Feuereifer auf die Suche konzentriert, dass es so gut wie nie Probleme untereinander gibt. Wichtig dabei ist die richtige Ausrüstung bestehend aus Brustgeschirr und langer Schleppleine, damit die Hunde einerseits gesichert sind, andererseits aber genügend Raum zum Suchen haben. Selbst junge, unerfahrene Hunde begreifen sehr schnell, dass es sich lohnt, dem Wurstgeruch  rechts und links des Weges zu den versteckten Hinweisen zu folgen – sind doch immer einige Leckerchen mitversteckt und ist ihnen doch das begeisterte, zum Teil fast ungläubig staunende Lob ihrer Besitzer sicher. Zweifelt der ein oder andere noch zu Beginn der Wanderung, dass sein Hund „so etwas nicht kann“ oder „noch nie gemacht hat“, ist er nach kurzer Zeit davon überzeugt, dass auch sein Sofawolf das Zeug zum vierbeinigen Sherlock hat.

Auch und besonders Kinder sind bei Eva Pretschers Wanderungen immer wieder mit dabei und haben besonders großen Spaß daran, zusammen mit den Vierbeinern die ausgelegten Hinweise zu finden. Auch die Fälle, die sie sich ausgedacht hat, bestehen nicht immer nur aus Mord und Totschlag, sondern sind teilweise mit der Entführung des Weihnachtsmanns, einem verschwundenen Zimtsternrezept oder einem gestohlenen Juwelencollier auch sehr lustig und kindgerecht.


Alle Fotos von Margareta Kozik.


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