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Die Vielfalt der Papageien

17.01.2019 11:13

Schon seit Jahrhunderten faszinieren uns die Papageienvögel nicht nur durch ihr farbenfrohes, ansprechendes Erscheinungsbild, sondern auch aufgrund der Tatsache, dass sie sich relativ gut zähmen lassen und schnell an Menschen gewöhnen. Vom kleinen verspielten Wellensittich bis zum majestätischen großen Ara reicht die Vielfalt der Papageienvögel. Somit ist für jeden Geschmack und jede Räumlichkeit – ob in der kleinen Zimmervoliere oder in der großen Naturvoliere im Garten – etwas dabei.

Zum Glück hat in den letzten Jahrzehnten ein Umdenken bei der Papageienhaltung stattgefunden. Die in der Regel sehr sozialen und in der Natur oft auch in riesigen Schwärmen lebenden Vögel werden heutzutage möglichst artgerecht in der Gruppe oder zumindest paarweise gehalten. Die Einzelhaltung im engen Käfig, wie sie früher normal war, sollte für niemanden mehr eine Option sein – auch wenn es nur ein niedlicher Wellensittich für die Kinder sein soll.
Denn gerade Wellensittiche leben in ihrer Heimat Australien nur in riesigen Schwärmen. Und auch die bei uns in nicht geringer Zahl gezüchteten munteren Papageienvögel brauchen genug Freiraum zum Fliegen und Artgenossen, um ihrem Naturell entsprechend ihrem Soziallaben nachkommen zu können.

Die Australischen Sittiche

Wellensittiche gehören zur großen Gruppe der Australischen Sittiche – die wohl bekanntesten und am meisten erforschten Papageienvögel. Fast vierzig verschiedene Arten werden in menschlicher Obhut gehalten, wobei von den größeren Vertretern der Nymphensittich und die Plattschweifsittiche wie der Rosellasittich am häufigsten in den heimischen Volieren zu finden sind. Aber auch seltenere Arten wie die verschiedenen Grassittiche, der Schwalbensittich und der Ziegensittich haben einen festen Liebehaberkreis. Da viele von ihnen gut mit anderen Papageienvögeln und teilweise auch mit Prachtfinken vergesellschaftet werden können, sind sie mit ihrer bunten Zeichnung und ihrem interessanten Verhalten eine echte Bereicherung für jede Voliere.

Die Unzertrennlichen aus Afrika

Von einem anderen Kontinent stammen die bezaubernden Agaporniden, besser bekannt als die Unzertrennlichen. Und wie der Name schon sagt, müssen diese kleinsten Papageien Afrikas immer paarweise gehalten werden.
Ein typisches Merkmal der Unzertrennlichen ist die besonders bei den Männchen auffällige Kopffärbung, die sich vom restlichen Körper abhebt. Somit ist klar, wie es zu den Namen Rosen-, Erdbeer-, Pfirsich-, Orangen- oder Rußköpfchen gekommen ist.
Es ist immer wieder schön zu beobachten, wie zärtlich die Partner miteinander umgehen – nicht ohne Grund werden sie deshalb auch Lovebirds oder Liebesvögel genannt. Manche Arten von ihnen sind sogar so verträglich, dass sie während der Brutzeit mit anderen Artgenossen vergesellschaftet werden können. Die Taranta-Unzertrennlichen sollten dagegen ausschließlich paarweise gehalten werden, da sie sich mit anderen nicht vertragen.
Agaporniden sind recht anspruchslos, was die Pflege betrifft, und die meisten Arten sind auch gut zu züchten. Da einige davon aber in ihrer Heimat vom Aussterben bedroht sind, sollte bei der Zucht ganz besonders auf die Erhaltung der Arten nach ihrem ursprünglichen Aussehen geachtet werden, damit es nicht zu Kreuzungen und Vermischungen des Genpools kommt.

Die Edlen Asiaten

Auch auf dem asiatischen Kontinent ist eine Gruppe der Papageienvögel heimisch, die bei uns immer mehr Einzug in die Volieren der Vogelliebhaber hält. Bis auf zwei Arten, nämlich dem Halsbandsittich (auch Kleiner Alexandersittich genannt), der in Asien und Afrika häufig anzutreffen ist, und seinem engen Verwandten, dem Mauritiussittich, deren kleiner Bestand nur auf Mauritius vorkommt, stammen alle anderen der sogenannten Edelsittich (Gattung Psittacula) aus Südostasien. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich je nach Art von Indien entlang des Himalayas über Malaysia bis nach Indonesien.
Am bekanntesten dürften wohl die Pflaumenkopfsittiche sein, die wegen ihrer Verträglichkeit und ihrem attraktiven Erscheinungsbild am häufigsten in Menschenobhut zu finden sind. Die Haltung in einem kleinen Schwarm von zwei oder drei Paaren ist für diese geselligen Papageien ideal. Sie sind munter, werden schnell zutraulich und kommunizieren besonders in den Morgen- und Abendstunden reichlich miteinander – was bei der Haltung natürlich berücksichtigt werden muss.
Der Halsbandsittich ist nicht nur in seiner ursprünglichen Heimat sehr häufig anzutreffen, sondern er ist weltweit besonders in klimatisch milden Gegenden verwildert und damit heimisch geworden. Auch in Deutschland sind in einigen Städten, besonders in der Rheinebene, ganze Schwärme von Halsbandsittichen zu verzeichnen – nicht immer zur Freude der Obstbauern. Auch der Große Alexandersittich ist mittlerweile bei uns verwildert und hat sich an neue Lebensräume angepasst. Dort wo beide Arten auftreten, scheint er den Halsbandsittich sogar zu verdrängen.

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