Die Katze – Ein Freund des Menschen

18.09.2019 13:00
Die Beziehung zwischen Katze und Mensch wurde im Laufe mehrerer Jahrhunderte aufgebaut, und heute ist die Katze aus unserer Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. Vielleicht liegt es daran, dass wir ihre Anwesenheit mittlerweile fast schon als selbstverständlich betrachten. Die Anschaffung einer Katze ist relativ problemlos, und eine Vielzahl von Produkten und Dienstleistungen unterstützt uns bei ihrer Pflege. Dabei vergisst man nur allzu leicht, dass Katzen – wenn sie auch unser Heim mit uns teilen und unser Leben beeinflussen können – unabhängige Tiere sind, die nicht von Geburt an darauf programmiert sind, die Lebensweise des Menschen zu verstehen. Je nach den Lebensumständen müssen alle Katzen ihre natürlichen Instinkte an das Zusammenleben mit dem Menschen mehr oder weniger anpassen. Die Katze muss den Menschen erst verstehen lernen, und genauso sollten wir das Leben einmal aus dem Blickwinkel der Katzen betrachten. Vor allem aber müssen wir in der Lage sein, die Körpersprache der Katzen richtig zu deuten. Zweifellos entsteht die beste Beziehung zwischen Mensch und Katze auf der Grundlage von gegenseitigem Verständnis, Toleranz und Respekt. Das Vertrauen einer Katze darf nicht vorausgesetzt werden, man muss es sich verdienen. Im Übrigen sucht sich die Katze ihre zweibeinigen Freunde aus; der Mensch kann die Entscheidung nur akzeptieren.

Vorbereitungen


Die Vorbereitungen für die Ankunft ihres neuen Mitbewohners sind recht zeitaufwendig. Sie und Ihre Familie müssen sich mit der Lebens- und Verhaltensweise von Katzen auseinandersetzen, und Sie müssen lernen, wie Sie die psychischen und physischen Bedürfnisse Ihres Kätzchens erfüllen können. Soll es eine reine Wohnungskatze sein, oder darf das Kätzchen auch draußen umherstreifen? Sie werden vollauf damit beschäftigt sein, Haus und Garten entsprechend vorzubereiten, die notwendigen Pflegeprodukte und das richtige Futter zu besorgen. Wenn Sie all dies aber rechtzeitig erledigen, können Sie sich Ihrem Katzenkind bei seiner Ankunft in der neuen und ungewohnten Umgebung voll und ganz widmen und ihm helfen, sich einzuleben.

Pflege des Katzenkindes


Es gibt keine allgemeingültigen Regeln für die Pflege eines jungen Kätzchens. Zwar haben alle Katzen viele gemeinsame Merkmale, doch jede von ihnen ist eine eigene Persönlichkeit. Aus diesem Grund müssen Sie für Ihr Katzenkind ein individuelles Pflegeprogramm zusammenstellen. Mit der Zeit werden Sie ein Gespür für die Bedürfnisse ihrer Katze entwickeln. Letztendlich müssen Sie selbst über die richtige Pflege für Ihr Katzenkind entscheiden. Vermutlich geht es Ihnen nicht anders als uns allen, und Ihnen werden einige Fehler unterlaufen. Wenn Sie immer ein offenes Ohr für die Bedürfnisse ihrer Katze haben, die Grenzen Ihres Wissens erkennen und auch einmal um Rat fragen, so werden Sie mögliche Fehler schnell wiedergutmachen oder von vornehinein vermeiden können.




Wie sollte ein Katzenbaby aufgezogen werden?


Eine Katze durchläuft in ihrem Leben normalerweise vier Phasen: Neugeborenenzeit, Sozialisierungsphase, Jugend und Erwachsenenalter. Für viele Katzenbesitzer werden die prägenden Erlebnisse einer Katze in ihrer Kindheit vielleicht für immer ein Geheimnis bleiben. Wenn Sie sich aber damit befassen, können Sie mit Ihrem neuen Mitbewohner schneller Freundschaft schließen. Es gibt auch sehr viel schwerwiegendere Gründe dafür, warum Sie sich mit der Kindheit Ihres Kätzchens auseinandersetzen sollten. Viele Charaktereigenschaften werden in den ersten acht Lebenswochen geprägt, und Verhaltensstörungen sind oft auf eine unglückliche Kindheit zurückzuführen. Wenn Sie das wissen, können Sie bei einer Auswahl Ihres Kätzchens die entscheidenden Punkte beachten und den bisherigen Besitzern die richtigen Fragen stellen. Vergessen Sie aber niemals, dass die Freundlichkeit der Katze dem Menschen gegenüber kein angeborenes Verhalten ist. Die Katze wurde bis heute nicht vollständig domestiziert, obwohl schon seit Tausenden von Jahren eine Beziehung zum Menschen besteht. In einigen Teilen der Welt leben heute noch Wildkatzen, die keinerlei Kontakt zum Menschen haben. Wir können Katzen nur deswegen als Haustiere halten, weil sie in der Lage sind, in frühester Kindheit ein gewisses Vertrauen dem Menschen gegenüber zu erlernen. Die Eignung zum Haustier wird ihnen zwar in gewissem Maß vererbt, doch muss der Mensch immer wieder seinen Beitrag leisten, um diese Eignung zu fördern.

Die Qual der Wahl


Wenn Sie ein junges Kätzchen aus einem Wurf aussuchen, vergessen Sie nicht, dass es das ?perfekte? Kätzchen nicht gibt; alle haben ihre guten und schlechten Seiten. Wenn möglich, sollten Sie sich den Wurf mehrmals ansehen, bevor Sie die einzelnen Kätzchen und ihre Charaktereigenschaften besser einschätzen. Seien Sie sich der Bedeutung ihrer Entscheidung bewusst. Der Tag, an dem Sie das Katzenkind zu sich holen, wird für alle Beteiligten ein aufregendes und anstrengendes Ereignis. Wenn Sie zu Hause ankommen, müssen Sie bedenken, dass Ihr Haus ? einschließlich der Menschen und Tiere, die dort bereits leben, eine fremde Umgebung für das Kätzchen ist. Lassen Sie ihm Zeit zum Eingewöhnen: Das Katzenkind muss sein neues Heim auf eigene Faust in aller Ruhe erkunden können. Sprechen Sie von Anfang an mit dem Kätzchen! Es muss sich an Ihre normale Stimme gewöhnen, verfallen Sie also nicht in die Babysprache. Reden Sie das Kätzchen immer mit seinem Namen an: Je eher es darauf reagiert, desto leichter können Sie später seine Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Sie mögen es vielleicht nicht glauben, aber auch Katzen können erzogen werden! Sie reagieren- ebenso wie Hunde positiv auf Erziehungsversuche, wenn eine Belohnung im Spiel ist. Die Auswahl einer geeigneten Belohnung kann sich allerdings als recht schwierig gestalten. Zudem ist es zwar theoretisch möglich, dass Sie ihrer Katze beibringen, Ihre Pantoffeln und die Zeitung zu bringen, aber eigentlich passt das doch gar nicht zu Katzen. Und überhaupt, sind dafür nicht schon die Hunde zuständig?

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