Der Graupapagei – ein königlicher Vogel

22.07.2020 13:00
Der Graupapagei gilt als unübertroffener Sprach- und Nachahmungskünstler und wurde daher schon sehr früh in Menschenobhut gehalten. Besonders im 20. Jahrhundert blühten Fang und Handel und der Bestand dieser geselligen Vögel ging in ihrer afrikanischen Heimat enorm zurück. In ihren Ursprungsländern waren Papageien schon vor mehr als 2000 Jahren beliebte Hausgenossen. Seit der Mitte des zweiten Jahrtausends brachten Eroberer und Entdecker sie auch nach Europa, wo sie besonders an Fürstenhöfen hoch geschätzt waren. Ihr hervorragendes Nachahmungstalent machte schon zu dieser Zeit die Graupapageien zu besonders begehrten Stubenvögeln und heute noch sind sie mit Abstand die bekanntesten, beliebtesten und am häufigsten in Menschenobhut gepflegten Großpapageien.
Die Pflege von Graupapageien hat also lange Tradition. Trotzdem zählen sie zu den am wenigsten verstandenen Heimtieren unserer Zeit. Noch immer werden viele dieser hochsozialen Vögel einzeln, oft dazu noch in viel zu kleinen Käfigen gehalten. Psychische Störungen bis hin zu ernsthaften organischen Erkrankungen sind häufig die Folge solch inadäquater Haltungsbedingungen.
Graupapageien brauchen Zuwendung, genügend Bewegungsmöglichkeit und Beschäftigung - und sie brauchen Artgenossen, um sich wirklich wohl zu fühlen. Der menschliche Partner kann einen Artgenossen nie ersetzen, auch dann nicht, wenn der Graupapagei zutraulich wird und Elemente der menschlichen Sprache erlernt. Die Sprachbegabung sollte niemals der Hauptgrund für die Anschaffung solcher Vögel sein. Ebenso viel Freude macht die Beobachtung des vielseitigen Verhaltensrepertoires der Graupapageien oder des Ehe- und Familienlebens dieser monogamen Vögel, die, wenn sie einmal einen Partner gewählt haben, diesem lebenslang die Treue halten.
Graupapageien

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Wo sind Graupapageien zu Hause?

Die Heimat der Graupapageien (Psittacus erithacus erithacus), auch Kongo-Graupapagei oder "Jako" genannt, ist das äquatoriale, tropische Afrika. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich von der Elfenbeinküste bist West-Kenia und Nordwest-Tansania, südwärts über Gabun und Kongo bis nach Nord-Angola, inklusive der Inseln Prìncipe, Sao Tomé und Bioko.
Die etwas kleinere Unterart, der Timneh-Graupapagei (Psittacus erithacus timneh) bewohnt Süd-Guinea, Sierra Leone, Liberia und den westlichen Teil der Elfenbeinküste.
Die auf den Inseln Prìncipe und Sao Tome im Golf von Guinea lebenden Graupapageien, früher noch als eigene, dritte Unterart (Psittacus erithacus princeps) eingestuft, werden heute von den meisten Wissenschaftlern der Nominatform (Stammform Psittacus erithacus erithacus) zugerechnet.
Graupapageien, in erster Linie Waldbewohner, sind meist in großen Schwärmen entlang der Flussläufe und Mangrovensümpfe, in küstennahen Wäldern und in Waldgebieten an den Savannenrändern des Verbreitungsgebietes anzutreffen, manchmal auch im Kulturland, zum Beispiel in Kokosnuss-Plantagen. Im Osten des Verbreitungsgebietes findet man die Vögel in Höhen bis zu 2200 m über dem Meeresspiegel. Ihre Verbreitung ist eng mit dem Vorkommen der Ölpalme verbunden, deren vitamin- und fetthaltige Früchte eine der wichtigsten Nahrungsquellen der Graupapageien sind. Für weitere Informationen besuchen Sie  Ihren Zoohändler  - er hat alles,  was sie brauchen und darüber hinaus sicher auch den einen oder anderen guten Tipp!

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