Das Pantherchamäleon

11.09.2019 13:00
Chamäleons gehören zu den beliebtesten und bekanntesten Reptilien. Ihre einzigartiges Aussehen und ihre besonderen Fähigkeiten wie der Zungenschuss zum Beutefang und die unabhängig voneinander beweglichen Augen machen sie unverwechselbar. Aber Chamäleons sind keine einfach zu pflegenden Tiere. Die meisten Arten sind schwierig zu halten, erfordern sehr viel Erfahrung und Wissen, und einen hohen materiellen Einsatz für das Terrarium und die notwendige Ausstattung. Eine Ausnahme bildet das Pantherchamäleon (Furcifer pardalis), das es inzwischen zu einer weiten Verbreitung in unseren Terrarien geschafft hat. Die regelmäßige Nachzucht des Pantherchamäleons gelingt inzwischen sehr gut und über viele Generationen.
Das Pantherchamäleon lebt entlang der tropischen Küsten des nördlichen und nordöstlichen Madagaskar sowie auf einigen vorgelagerten Inseln. Weitere Fundorte sind Mauritius und Reunion, weit vor der Ostküste Madagaskars gelegen. Der Ursprung dieser Populationen ist unklar, eine Einschleppung durch den Menschen scheint möglich. Die Art bewohnt Regenwaldgebiete bis in 1200 Meter über dem Meeresspiegel , kommt aber auch in Kulturflächen und niedrigen Sekundärwäldern vor.
Männliche Furcifer pardalis sind außerordentlich bunt, und durch das riesige Verbreitungsgebiet und das meist inselartige Vorkommen haben sich viele Lokalformen entwickeln können, die sich farblich und morphologisch unterscheiden. Erwachsene Pantherchamäleons sind auf Grund ihrer Größe sehr imposante Reptilien ? männliche Tiere können über 50 cm groß werden. Pantherchamäleons können im Terrarium sechs bis acht Jahre alt werden.
Man sollte versuchen, Nachzuchttiere zu erwerben. In der Regel sind sie parasitenfrei. Außerdem leistet man ein wenig Artenschutz, wenn man auf Wildfänge verzichtet. Pantherchamäleons sind Einzelgänger, man muss sie daher immer alleine in einem Terrarium halten. Lediglich zur Zucht kann man sie für die Zeit der Kopulation kurz zusammensetzen, danach müssen sie sofort wieder getrennt werden. Will man also nicht züchten, dann ist der Kauf eines einzelnen Tieres nicht eine Notlösung, sondern der Idealfall.
Bevor man den Neuankömmling in sein neues Terrarium setzt, ist dieses selbstverständlich schon mehrere Tage bis Wochen in Betrieb und bietet die geeigneten Klimawerte. Für ein Männchen sollte man mindestens ein Terrarium der Größe 140 x 80 x 120cm, für ein Weibchen 80 x 60 x 100cm wählen.
Im Terrarium müssen verschieden warme Bereiche geschaffen werden. Dies gelingt am besten, indem eine Wärmequelle über einer Hälfte des Terrariums angebracht wird. Hier sollten an der wärmsten Stelle ca. 45°C erreicht werden. Im unbeheizten oberen Bereich sollten etwa 25-30°C herrschen. Nachts kann die Temperatur bis auf 18-20°C abfallen. Obwohl Pantherchamäleons fast ausschließlich auf Bäumen leben, spielt der richtige Bodengrund eine wichtige Rolle. Er dient als Feuchtigkeitsspeicher und hilft, die Luftfeuchte stabil hoch zu halten.
Äste sind die wichtigsten Einrichtungsgegenstände für ein Chamäleonterrarium: möglichst viele horizontale und ein bis zwei vertikale, die bis zum Boden reichen, sollten im ganzen Terrarium verteilt sein. Die Astdicke sollte variieren, da das Pantherchamäleon mit seinen Füßen auf allen Astdicken klettern kann. Besonders gerne sitzen Pantherchamäleons auf Ästen, die ihre Zehen fast ganz umfassen können. Pflanzen gehören unbedingt in ein Chamäleonterrarium. Sie bieten den Tieren Schutz, erzeugen ein günstiges Mikroklima und sind zugleich Klettermöglichkeit.
Pantherchamäleons sind sehr aktive Jäger, die ein großes Futterspektrum haben, bestehend vor allem Insekten und Spinnentieren. Zudem nehmen manche Pantherchamäleon auch gelegentlich Grünfutter. Alle Futtertiere werden vor dem Verfüttern mit einem Vitamin-Mineralstoffpräparat in Pulverform eingestäubt.
Pantherchamäleons

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22,80 € *

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